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Was ist Zuchtstutenfutter?
Definition & Zweck
Zuchtstutenfutter ist ein speziell für tragende und laktierende Stuten entwickeltes Pferdefutter, das den stark erhöhten Nährstoffbedarf in der Zucht gezielt abdeckt. Es liefert mehr Energie, hochwertiges Eiweiß, essenzielle Aminosäuren sowie eine optimierte Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen – und das sowohl für die Stute als auch für das heranwachsende Fohlen.
Unterschied zu normalem Kraftfutter
Herkömmliches Kraftfutter ist auf den Bedarf eines Reit- oder Freizeitpferdes ausgerichtet. Zuchtstutenfutter geht weit darüber hinaus: Es berücksichtigt den steigenden Energiebedarf ab dem 8. Trächtigkeitsmonat, den erhöhten Eiweißbedarf für die Fohlenentwicklung und den Mehrbedarf an Calcium, Phosphor und Spurenelementen für den Knochenaufbau des Fohlens.
Kurz erklärt: Warum Zuchtstutenfutter heute Standard ist. Die Trächtigkeit einer Stute dauert durchschnittlich 320 bis 360 Tage. In dieser Zeit verändert sich der Nährstoffbedarf der Stute erheblich. Ohne eine angepasste Fütterung drohen Mangelerscheinungen – mit Folgen nicht nur für die Stute, sondern auch für die Gesundheit und Entwicklung des Fohlens. Zuchtstutenfutter schließt diese Versorgungslücke zuverlässig.
Warum ist Zuchtstutenfutter sinnvoll?
Fütterung für zwei: Jede Austragung eines Fohlens ist für die Stute eine besondere Herausforderung. Ab dem 8. Trächtigkeitsmonat steigt der Energiebedarf spürbar an und erreicht seinen Höhepunkt in der 10. bis 12. Laktationswoche. In dieser Phase reicht normales Futter schlicht nicht mehr aus.
Optimale Versorgung für Mutter und Fohlen: Das Fohlen legt bereits im Mutterleib wichtige Nährstoffreserven an – zum Beispiel Kupfer in der Leber, da die Stutenmilch später sehr kupferarm ist. Auch Calcium und Phosphor werden in dreifacher Menge gegenüber dem Erhaltungsbedarf benötigt, um ein gesundes Skelett aufzubauen.
Fruchtbarkeit gezielt unterstützen: Schon vor der Belegung spielt die Fütterung eine entscheidende Rolle. Spurenelemente wie Zink, Selen und Mangan sowie Beta-Carotin und Vitamin E sollten bereits Monate vor der Bedeckung bedarfsgerecht gefüttert werden, um die Chancen auf eine Trächtigkeit zu verbessern.
Sichere Milchbildung in der Laktation: Mangelt es der Stute an Eiweiß oder Energie, kann sie nicht genug Milch produzieren. Ein hochwertiges Zuchtstutenfutter sichert die Milchleistung und damit die optimale Versorgung des Fohlens in den ersten Lebensmonaten.
Wirtschaftliche Vorteile für Züchter
Wer in eine bedarfsgerechte Fütterung seiner Zuchtstuten investiert, spart langfristig: Gesunde Stuten mit guter Kondition haben weniger Probleme beim Abfohlen, produzieren mehr und bessere Milch und entwickeln sich nach der Laktation schneller wieder. Auch Fruchtbarkeitsstörungen lassen sich durch eine optimale Nährstoffversorgung häufig verhindern.
Vorteile von Zuchtstutenfutter auf einen Blick
Erhöhte Energiedichte – deckt den Mehrbedarf ab dem 8. Trächtigkeitsmonat
- Hochwertiges Eiweiß und Aminosäuren – für Fohlenentwicklung und Milchbildung
- Optimiertes Calcium-Phosphor-Verhältnis – für gesunden Knochenaufbau des Fohlens
- Vitamine & Spurenelemente – insbesondere Vitamin A, E, Zink, Kupfer und Selen
- Fördert Fruchtbarkeit – bereits vor der Belegung sinnvoll
- Für Stuten, Fohlen und Deckhengste geeignet
Welche Arten von Zuchtstutenfutter gibt es?
Zuchtstutenfutter nach Zusammensetzung
Zuchtmüslis bieten eine schmackhafte und strukturreiche Mahlzeit. Sie sind gut akzeptiert und lassen sich einfach in die bestehende Futterration integrieren. Bekanntes Beispiel: St. Hippolyt Equilac Zuchtstutenmüsli.
Zuchtpellets sind kompakt, gleichmäßig in der Zusammensetzung und lassen sich präzise dosieren. Ideal als Ergänzung zu Getreide oder Raufutter. Zum Beispiel Höveler terabb Breed oder St. Hippolyt Equilac Pellets.
Ergänzungsfutter & Spezialprodukte: Für Stuten, die vor der Belegung gezielt unterstützt werden sollen, gibt es spezielle Ergänzungsfutter wie den DERBY Rosse Support, der Empfängnis und Deckerfolg unterstützt.
Getreidefrei: Für Stuten mit empfindlichem Stoffwechsel empfehlen sich getreidefreie Varianten wie das Marstall Zucht-Aktiv, das Fruchtbarkeit und Milchbildung fördert, ohne den Stoffwechsel zu belasten.
Zuchtstutenfutter nach Trächtigkeitsphase
Fütterung vor der Belegung
Die Stute sollte in einem optimalen Ernährungszustand in die Zucht gehen – weder zu dünn noch zu fett. Spurenelemente, Beta-Carotin und Vitamin E spielen eine entscheidende Rolle für eine erfolgreiche Trächtigkeit.
Fütterung in der Niederträchtigkeit (1. bis 7. Monat)
In den ersten Monaten bleibt der Energiebedarf weitgehend konstant. Ausreichend Raufutter, gutes Heu und ein hochwertiges Mineralfutter genügen meist. Wichtig ist eine gleichmäßige Mineralstoff- und Spurenelementversorgung.
Fütterung in der Hochträchtigkeit (8. bis 11. Monat)
Ab dem 8. Trächtigkeitsmonat steigt der Bedarf spürbar. Jetzt sollte das normale Krippenfutter schrittweise durch ein spezielles Zuchtstutenfutter ersetzt werden. Energie, Eiweiß, Calcium und Phosphor müssen deutlich erhöht werden.
Fütterung in der Laktation
Den höchsten Bedarf hat die Stute in der 10. bis 12. Laktationswoche. Bis zum Absetzen des Fohlens sollte das Zuchtstutenfutter beibehalten und anschließend schrittweise reduziert werden.
Zuchtstutenfutter nach Pferdetyp
Zuchtstutenfutter für Warmblüter: Warmblüter haben einen höheren Grundbedarf. Dosierungsempfehlungen weichen daher deutlich von denen für Kleinpferde ab – das gilt für alle Trächtigkeitsphasen und die Laktation.
Zuchtstutenfutter für Ponys und Kleinpferde: Ponys neigen schnell zur Verfettung. Trotzdem darf die Nährstoffversorgung in der Trächtigkeit nicht vernachlässigt werden. Getreidefreie Varianten mit gezielter Mineralstoffergänzung sind hier besonders empfehlenswert.
Zuchtstutenfutter für Jungstuten: Junge Stuten befinden sich selbst noch im Wachstum. Ihre Fütterung muss sowohl den eigenen Entwicklungsbedarf als auch den des Fohlens berücksichtigen.
Zuchtstutenfutter für ältere Stuten: Ältere Zuchtstuten haben oft einen veränderten Stoffwechsel. Leicht verdauliche, hochwertige Futter mit guter Bioverfügbarkeit der Nährstoffe sind hier die richtige Wahl.
Zuchtstutenfutter mit oder ohne Getreide?
Vorteile getreidefreier Varianten: Getreide liefert Energie, kann aber bei empfindlichen Stuten zu Stoffwechselproblemen führen. Ein zu hoher Stärkegehalt kann zu übermäßiger Insulinausschüttung und sogar zu Entzündungen in der Plazenta führen. Getreidefreie Zuchtfutter liefern die nötige Energie auf schonenderem Weg – über Fasern, Öle und hochverdauliche Kohlenhydrate.
Wann ist Getreide sinnvoll? Bei leichtfuttrigen Stuten oder Stuten, die in der Laktation stark abbauen, kann Hafer als zusätzliche Energiequelle sinnvoll sein. Dabei gilt: Hafer bei Zuchtstuten nicht überdosieren und immer in Kombination mit einem hochwertigen Zuchtstutenfutter einsetzen.
Für welche Stuten ist getreidefrei empfehlenswert? Grundsätzlich für alle Stuten mit empfindlichem Stoffwechsel, bei Fruchtbarkeitsstörungen und für Ponyrassen, die zu Übergewicht neigen.
Wie viel Zuchtstutenfutter braucht meine Stute?
Richtwerte nach Trächtigkeitsmonat: Die Dosierung variiert je nach Produkt, Pferdegewicht und Trächtigkeitsphase erheblich. Als Orientierung für ein 600 kg schweres Warmblut gilt zum Beispiel beim Höveler terabb Breed: ab dem 8. Trächtigkeitsmonat rund 340 g pro 100 kg Körpergewicht, in der Hochlaktation bis zu 800 g pro 100 kg täglich.
Fressen in natürlicher Haltung Raufutter, bleibt die Grundlage jeder Zuchtstuten-Ration. Heu sollte der Stute unbegrenzt zur Verfügung stehen. Das Zuchtstutenfutter ergänzt diese Basis gezielt um die fehlenden Nährstoffe.
Häufige Fehler bei der Dosierung: Zu früh mit Zuchtstutenfutter beginnen oder die Dosis zu stark erhöhen, kann zu einer Überkonditionierung der Stute führen – das wiederum erhöht das Risiko von Schwergeburten. Starte die Umstellung schrittweise ab dem 8. Trächtigkeitsmonat.
Tierärztliche Empfehlungen Gerade bei Problemfällen – etwa nach Fruchtbarkeitsstörungen oder bei Stuten mit besonderen gesundheitlichen Anforderungen – empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Tierarzt oder unserer Futterberatung.
Sicherheit & Verträglichkeit
Worauf bei der Auswahl achten? Nicht jedes Zuchtstutenfutter passt zu jeder Stute. Bei Allergien oder empfindlichem Stoffwechsel sollten melasse- und getreidefreie Produkte bevorzugt werden. Achte auf ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis von idealerweise 2:1.
Überversorgung vermeiden: Ist die Stute überversorgt, wächst das Fohlen zu schnell – wichtige Entwicklungsschritte können dann nicht in Ruhe ablaufen. Regelmäßige Konditionskontrolle (Body Condition Score) hilft, die Ration korrekt anzupassen.
Geprüfte Qualität: Im Ströh-Shop findest Du ausschließlich Produkte renommierter Hersteller mit transparenter Deklaration. Besonders bei Zuchttieren ist die Qualität des Futters keine Frage des Preises, sondern der Verantwortung.
Tipps für Stuten in Gruppenhaltung: Zuchtstuten in Gruppenboxen oder auf der Weide sollten beim Fressen separiert werden, damit jede Stute ihre individuelle Ration aufnimmt und dominante Tiere nicht die Futterration anderer Pferde fressen.
Inhaltsstoffe & Zusammensetzung
Eiweiß & essenzielle Aminosäuren: Hochwertiges Eiweiß und Aminosäuren wie Lysin und Methionin sind entscheidend für die Fohlenentwicklung und die Milchproduktion. Der Eiweißbedarf der Stute steigt bis zum 11. Trächtigkeitsmonat um bis zu 50 % gegenüber dem Erhaltungsbedarf.
Calcium & Phosphor: Für den Knochenaufbau des Fohlens ist ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis unverzichtbar. Gute Zuchtstutenfutter liefern beide Mengenelemente in bedarfsgerechter Menge und optimalem Verhältnis.
Spurenelemente: Zink, Kupfer, Selen und Mangan. Diese Spurenelemente sind für die Geweberegeneration, die embryonale Entwicklung und die Immunfunktion unentbehrlich. Da Stutenmilch sehr kupferarm ist, legt das Fohlen bereits im Mutterleib Kupferreserven an – die Stute muss also ausreichend versorgt sein.
Beta-Carotin & Vitamin E: Beta-Carotin ist Vorstufe von Vitamin A und essenziell für die Fruchtbarkeit. Vitamin E schützt Zellen vor oxidativem Stress. Beide sollten bereits vor der Belegung ausreichend gefüttert werden.
Was sollte ich beim Kauf eines Zuchtstutenfutters beachten?
Trächtigkeitsphase: Wähle das Futter passend zur aktuellen Phase. Vor der Belegung stehen Fruchtbarkeit und Mikronährstoffe im Vordergrund, ab dem 8. Monat Energie und Eiweiß, in der Laktation die maximale Nährstoffversorgung für die Milchbildung.
Rasse & Körpergewicht: Die Dosierungsempfehlungen unterscheiden sich je nach Rasse erheblich. Warmblüter benötigen deutlich höhere Mengen als Kleinpferde und Ponys.
Verträglichkeit & Akzeptanz: Gutes Zuchtstutenfutter muss auch schmecken – gerade in der Hochträchtigkeit, wenn die Stute durch das wachsende Fohlen weniger Platz im Bauch hat und kleinere, häufigere Mahlzeiten bevorzugt.
Kombination mit Raufutter (Heu) ist die unverzichtbare Grundlage. Zuchtstutenfutter ersetzt das Raufutter nicht, sondern ergänzt es gezielt um die Nährstoffe, die Heu allein nicht liefern kann.
Pflege & Lagerung von Zuchtstutenfutter
Zuchtstutenfutter sollte trocken, kühl und lichtgeschützt gelagert werden. Geöffnete Säcke und Feedboxen sollten gut verschlossen und zügig verbraucht werden, um Nährstoffverluste und Schimmelbildung zu verhindern. Überprüfe regelmäßig das Mindesthaltbarkeitsdatum und kaufe lieber kleinere Mengen frisch nach.
Kaufberatung: Das richtige Zuchtstutenfutter finden
Nach Preis
Einstiegsbereich: Auch im günstigeren Segment findest Du im Ströh-Shop zuverlässige Zuchtstutenfutter, die die wichtigsten Nährstoffanforderungen erfüllen.
Mittelklasse: Hier findest Du die meisten bewährten Klassiker – gut zusammengesetzte Müslis und Pellets renommierter Hersteller.
Premium & Spezialisten für Stuten mit besonderen Anforderungen – etwa nach Fruchtbarkeitsstörungen oder in der intensiven Laktationsphase – lohnt sich die Investition in ein hochwertiges Spezialistenfutter.
Nach Marke
Im Ströh-Sortiment findest Du bewährte Marken wie St. Hippolyt, Höveler, Derby, Mühldorfer und Marstall – alle mit langjähriger Erfahrung in der Zuchtpferdefütterung und transparenter Deklaration.
Nach Kategorie
Unsere Top-Zuchtstutenfutter
- DERBY Rosse Support – Unterstützt gezielt Empfängnis und Deckerfolg bei Hengsten.
- Höveler terabb Breed – Pellets für hochträchtige und laktierende Stuten, gleicht den erhöhten Mineralstoffbedarf aus.
- St. Hippolyt Equilac Zuchtstutenmüsli – Jahrzehnte Erfahrung aus der Vollblutzucht, perfekt ab dem 8. Trächtigkeitsmonat.
- Marstall Zucht-Aktiv – getreidefrei, magenschonend und fördert Fruchtbarkeit sowie Milchbildung.
Empfehlungen unserer Experten Du bist unsicher, welches Zuchtstutenfutter für Deine Stute das Richtige ist? Unsere kostenlose Futterberatung hilft Dir, die optimale Lösung für Deine Stute und ihre individuelle Situation zu finden.
Häufige Fragen (FAQ) zu Zuchtstutenfutter
Ab wann sollte ich mit Zuchtstutenfutter beginnen?
Idealerweise bereits vor der Belegung, um Fruchtbarkeit und Kondition zu optimieren. Spätestens ab dem 8. Trächtigkeitsmonat sollte das normale Kraftfutter schrittweise durch ein Zuchtstutenfutter ersetzt werden.
Wie lange sollte ich Zuchtstutenfutter füttern?
Bis zum Absetzen des Fohlens, üblicherweise bis zum 6. Laktationsmonat. Danach die Ration schrittweise reduzieren und auf normales Erhaltungsfutter umstellen.
Kann ich dasselbe Futter für Stute und Fohlen verwenden?
Einige Produkte sind explizit für Stute und Fohlen geeignet, zum Beispiel der Höveler terabb Breed. Grundsätzlich sollte das Fohlen ab einem gewissen Alter jedoch auch ein spezielles Aufzuchtfutter erhalten.
Ist Zuchtstutenfutter auch für Deckhengste geeignet?
Ja – viele Zuchtstutenfutter eignen sich auch für Deckhengste im Einsatz, da sie Aminosäuren liefern, die die Spermienqualität und -produktion unterstützen.
Wie oft am Tag sollte ich füttern?
Grundsätzlich in mindestens zwei, besser drei Mahlzeiten täglich. Gerade in der Hochträchtigkeit, wenn der Platz im Bauchraum der Stute durch das wachsende Fohlen eingeschränkt ist, sind kleinere und häufigere Mahlzeiten besser verträglich.
Service & Beratung
Du bist unsicher, welches Zuchtstutenfutter das richtige für Dich ist? Unser Team steht Dir gerne persönlich zur Verfügung. Wir beraten Dich zu Produktauswahl, Lieferung und allen Fragen rund um das Thema Zuchtstutenfutter.
Meinung, Erfahrung & Sicherheit
Was andere Pferdebesitzer und Stallbetreiber über Zuchtstutenfutter sagen, liest Du in unseren Kundenbewertungen unter den Produkten und Erfahrungsberichten aus der Praxis.




