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Was ist Hafer?
Hafer ist das traditionellste aller Pferdefutter und seit vielen Jahrhunderten fester Bestandteil der Pferdeernährung. Als Einzelfuttermittel ist er unter allen Getreidesorten am leichtesten verdaulich und regt zusätzlich die Produktion der Kauflüssigkeit an. Er gilt als einfach zugängliche Energiequelle im Verdauungsprozess und ist deshalb seit jeher ein zuverlässiger und besonders beliebter Energielieferant – in Reit- und Pensionsbetrieben ebenso wie in der privaten Pferdehaltung.
Warum ist Hafer für Pferde sinnvoll?
Hafer überzeugt vor allem durch seine hervorragende Verdaulichkeit. Er wird vom Pferd besonders gut gekaut und aufgeschlossen, sodass die energieliefernden Stoffe wie Eiweiß zügig und zuverlässig in den Stoffwechsel gelangen. Zusätzlich enthält Hafer hochwertige Aminosäuren und Proteine, die ihn vor anderen Getreidesorten mit Abstand zum Favoriten machen. In großen Reit- und Pensionsbetrieben ist er häufig fester Bestandteil der täglichen Futterration.
Ein wichtiger Hinweis: Hafer allein enthält nicht ausreichend Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine. Er wird deshalb in der Praxis immer in Kombination gefüttert – zum Beispiel mit mineralisierten Pellets oder einem hochwertigen Mischfutter.
Wirtschaftliche Vorteile für Stallbetreiber
Hafer ist ein kosteneffizientes, gut verfügbares Einzelfuttermittel, das sich flexibel in jede Futterration integrieren lässt. Seine unkomplizierte Handhabung und die breite Akzeptanz bei Pferden machen ihn zu einem verlässlichen Grundbestandteil in der täglichen Stallroutine.
Vorteile von Hafer auf einen Blick
Hafer ist unter allen Getreidesorten das am leichtesten verdauliche Futtermittel für Pferde. Seine hochwertigen Aminosäuren und Proteine machen ihn ernährungsphysiologisch besonders wertvoll. Durch die Anregung der Kauflüssigkeitsproduktion unterstützt er aktiv die Verdauung. Als Energiequelle ist er zuverlässig, gut kalkulierbar und in der Fütterung vielseitig einsetzbar – ob ganz, gequetscht oder als Teil eines Mischfutters.
Was ist dran am „heißen Hafer"?
„Den sticht der Hafer" – dieses bekannte Sprichwort hält sich bis heute hartnäckig. Doch was steckt wirklich dahinter? Fakt ist: Hafer ist von seinem Energiegehalt her nicht übermäßig energiereich. Der Grund für das gelegentlich hitzige Verhalten mancher Pferde liegt vielmehr darin, dass Hafer so gut verdaut wird, dass die enthaltenen Nährstoffe besonders schnell in den Stoffwechsel gelangen. Die meisten Pferde vertragen das problemlos – manche jedoch reagieren empfindlicher. Bei besonders temperamentvollen oder leicht erregbaren Pferden kann Hafer daher manchmal, aber nicht immer, nachteilig wirken. In solchen Fällen empfiehlt es sich, auf ein haferfreies Müsli umzusteigen und gleichzeitig die Raufutterration zu erhöhen.
Für welche Pferde eignet sich Hafer?
Hafer nach Pferdetyp
Hafer eignet sich grundsätzlich für die große Mehrheit der Pferde und ist besonders beliebt bei Reit-, Freizeit- und Turnierpferden, die regelmäßig arbeiten und einen zuverlässigen Energielieferanten benötigen. Für ältere Pferde mit schlechten Zähnen oder Tiere mit Verdauungsstörungen empfiehlt sich gequetschter Hafer, der leichter aufgeschlossen werden kann. Bei sehr temperamentvollen oder leicht erregbaren Pferden sollte die Hafermenge beobachtet und gegebenenfalls reduziert oder durch haferfreie Alternativen ersetzt werden.
Hafer nach Einsatzbereich
In der Box lässt sich Hafer einfach als Teil der Kraftfutterration einsetzen – gern kombiniert mit mineralisierten Pellets oder einem ausgewogenen Mischfutter. In großen Reit- und Pensionsbetrieben ist er häufig fester Bestandteil der Futterwagen und lässt sich auch in größeren Mengen gut handhaben und lagern.
Hafer ganz oder gequetscht – was ist besser?
Ob Hafer ganz oder gequetscht gefüttert wird, hängt vom individuellen Pferd ab. Grundsätzlich ist beides möglich – gequetscht werden muss Hafer nicht zwingend. Es empfiehlt sich jedoch bei älteren Pferden mit eingeschränkter Kauaktivität, bei Pferden mit Verdauungsstörungen sowie bei Tieren mit schlechten Zähnen. Gequetschter Hafer lässt sich leichter aufschließen und entlastet den Verdauungstrakt. Vor dem Füttern kann er mit der entsprechenden Maschine gequetscht werden – ein Service, den viele Betriebe bereits im Alltag nutzen.
Wie füttert man Hafer richtig?
Hafer sollte immer in Kombination mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen gefüttert werden, da er als Einzelfuttermittel diese Nährstoffe nicht in ausreichender Menge liefert. Gut bewährt hat sich die Kombination mit mineralisierten Pellets oder einem hochwertigen Ergänzungsfutter. Bei einer Umstellung auf Hafer empfiehlt sich eine schrittweise Eingewöhnung, um den Verdauungstrakt des Pferdes nicht zu überlasten. Wer auf temperamentvolle Reaktionen seines Pferdes achtet, sollte die Hafermenge entsprechend anpassen.
Was sollte ich bei Kauf und Lagerung von Hafer beachten?
Beim Kauf steht Qualität an erster Stelle. Hafer darf unter keinen Umständen feucht werden, da er sonst modert und schimmelt. Eine trockene Futterkammer, die zudem frei von Mäusen ist, ist daher essenziell. Passende Produkte für eine hygienische Lagerung findest Du in unserem Stallhygiene-Sortiment. Im Vergleich zu Gerste ist Hafer bei der Lagerung etwas anfälliger, da er stärker zur enzymatisch bedingten Oxidation neigt – weshalb auf eine saubere und trockene Aufbewahrung besonders geachtet werden sollte.
Kaufberatung: Den richtigen Hafer finden
Nach Preis
Hafer ist in der Grundform ein kostengünstiges und ein weitverbreitetes Kraftfutter. Im Einstiegssegment eignet sich Standardhafer in guter Qualität für den alltäglichen Einsatz. Wer höhere Anforderungen stellt, findet bei uns geprüfte Qualitäten mit dokumentierter Herkunft. Für Reit- und Pensionsbetriebe mit größerem Bedarf stehen zudem attraktive Großmengenkonditionen zur Verfügung – einfach anfragen.
Nach Kategorie
In unserem Sortiment findest Du die Bestseller unserer Kunden, aktuelle Neuheiten sowie die persönlichen Empfehlungen unserer Fütterungsexperten – damit Du für jedes Pferd das Passende findest.
Häufige Fragen (FAQ) zu Hafer für Pferde
Macht Hafer Pferde wirklich hitzig? Nicht der Hafer an sich ist das Problem, sondern seine sehr gute Verdaulichkeit, durch die Nährstoffe schnell in den Stoffwechsel gelangen. Die meisten Pferde vertragen das gut – empfindlichere Tiere können jedoch lebhafter reagieren.
Muss Hafer gequetscht werden? Nein, Hafer kann auch ganz gefüttert werden. Gequetscht empfiehlt er sich jedoch für ältere Pferde, Tiere mit schlechten Zähnen oder Verdauungsstörungen.
Reicht Hafer als alleiniges Kraftfutter? Nein. Hafer allein enthält nicht ausreichend Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine und sollte immer in Kombination mit einem Ergänzungsfuttermittel gefüttert werden.
Wie lagere ich Hafer richtig? Trocken, sauber und mäusesicher. Feuchtigkeit führt zu Schimmel und macht den Hafer ungenießbar.
Für welche Pferde ist Hafer nicht geeignet? Sehr temperamentvolle oder leicht erregbare Pferde können auf Hafer empfindlicher reagieren. Hier empfiehlt sich ein haferfreies Mischfutter in Kombination mit mehr Raufutter.
Infothek & Ratgeber
In unserer Infothek findest Du weiterführende Artikel rund um das Thema Getreide in der Pferdefütterung. Wir erklären den Nährstoffvergleich zwischen Hafer und Gerste, geben Tipps zur richtigen Kombination von Hafer mit Mineralstoffen und zeigen, wie Du die Kraftfutterration bei temperamentvollen Pferden sinnvoll anpasst.
Service & Beratung
Du bist unsicher, welches Hafer das richtige für Dich ist? Unser Team steht Dir gern persönlich zur Verfügung. Wir beraten Dich zu Produktauswahl, Lieferung und allen Fragen rund um das Thema Hafer.
Meinung, Erfahrung & Sicherheit
Was andere Pferdebesitzer und Stallbetreiber über Hafer sagen, liest Du in unseren Kundenbewertungen unter den Produkten und Erfahrungsberichten aus der Praxis.




