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Was ist Heu und warum ist es so wichtig?
Heu ist weit mehr als nur getrocknetes Gras – es ist die essenzielle Basis jeder artgerechten Pferdefütterung. Als Steppentiere haben sich Pferde über Jahrtausende an eine Ernährung aus kargen Gräsern angepasst. Die grobe Struktur des Heus regt die Kautätigkeit an, fördert die Speichelbildung und puffert so die Magensäure. Gleichzeitig versorgt es die Mikroorganismen im Dickdarm mit wichtigen Ballaststoffen und trägt damit zu einer gesunden Darmflora bei. Heu ist damit nicht nur Futter – es ist die Grundlage für Verdauung, Wohlbefinden und Gesundheit Deines Pferdes.
Warum ist Heu für Pferde unverzichtbar?
Heu ist die wichtigste Rohfaserquelle in der Pferdefütterung und damit entscheidend für eine funktionierende Verdauung. Lange Fresspausen ohne Heu können die Magensäureproduktion negativ beeinflussen und langfristig zu Magenproblemen führen. Eine kontinuierliche Raufutterversorgung ist daher nicht nur eine Frage der Ernährung, sondern auch der Gesundheitsvorsorge. Wer seinem Pferd ausreichend hochwertiges Heu anbietet, legt den Grundstein für ein gesundes, ausgeglichenes Tier.
Wirtschaftlicher & praktischer Nutzen für Stallbetreiber
Hochwertiges Heu reduziert den Bedarf an teurem Kraftfutter und Ergänzungsmitteln. Wer auf gute Qualität setzt und die Fütterung richtig strukturiert, spart langfristig Kosten und minimiert gesundheitliche Risiken im Stall.
Vorteile von hochwertigem Heu auf einen Blick
Gutes Heu liefert die notwendige Rohfaser für eine gesunde Verdauung, fördert die natürliche Kautätigkeit und unterstützt die Darmflora. Es trägt zur Pufferung der Magensäure bei, hält das Pferd länger beschäftigt und reduziert Verhaltensprobleme, die durch Langeweile oder Hunger entstehen können. Gleichzeitig ist hochwertiges Heu staubarm, schimmelfrei und frei von giftigen Pflanzen – eine sichere Grundlage für die tägliche Fütterung.
Für welche Pferde eignet sich welches Heu?
Nach Leistungsklasse
Für Sportpferde mit hohem Energiebedarf kann Heu aus späteren Schnitten sinnvoll sein, da dieses proteinreicher und weicher ist. Freizeitpferde und Pferde in der Erhaltungsfütterung kommen in der Regel mit einem klassischen ersten Schnitt bestens aus.
Nach Alter & Lebensphase
Ältere Pferde oder Tiere mit Zahnproblemen kommen mit hartem, stängeligem Heu oft nicht mehr gut zurecht. Für sie eignet sich weicheres Heu aus späteren Schnitten oder Alternativen wie Heucobs besonders gut. Jungpferde und Stuten in Trächtigkeit oder Laktation profitieren von einem etwas nährstoffreicheren Heu.
Nach Gesundheitszustand
Pferde mit Atemwegserkrankungen sollten möglichst staubarmes Heu bekommen – im Zweifel kann Heulage eine geeignete Alternative sein. Für übergewichtige Pferde oder Tiere mit Stoffwechselerkrankungen ist strukturreiches, rohfaserhaltiges Heu aus dem ersten Schnitt die bessere Wahl gegenüber weichem, zuckerreicherem Spätheu.
Woran erkenne ich hochwertiges Heu?
Gutes Heu lässt sich mit allen Sinnen prüfen. Die Farbe sollte oliv- bis hellgrün sein, der Geruch aromatisch und nach Wiesenkräutern – niemals muffig oder moderig. Die Struktur ist weder zu weich noch zu stängelig, und das Heu ist staubarm sowie frei von Schimmel, Erdresten, Fremdkörpern und giftigen Pflanzen. Wer ganz sichergehen möchte, kann eine Heuanalyse durchführen lassen, um die genaue Nährstoffzusammensetzung zu prüfen.
Welcher Schnitt ist der beste?
Der erste Schnitt, geerntet zwischen Mitte und Ende der Blüte, gilt als ideal für die meisten Pferde. Er bietet eine gute Balance aus Rohfaser, Nährstoffen und einer stängeligen Struktur, die die Kautätigkeit fördert. Spätere Schnitte wie der zweite sind oft weicher und proteinreicher, aber rohfaserärmer – sie eignen sich eher für schwerfuttrige Pferde und weniger für leichtfuttrige oder übergewichtige Tiere.
Wie viel Heu braucht mein Pferd?
Als Faustregel gilt: 1,5 bis 2 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht täglich. Für ein 600 kg schweres Pferd bedeutet das mindestens 9 kg Heu am Tag. Wichtig ist, die Gesamtmenge auf mehrere Mahlzeiten zu verteilen, um lange Fresspausen zu vermeiden. Je gleichmäßiger das Heu über den Tag angeboten wird, desto stabiler bleibt der Verdauungsprozess.
Wie sollte Heu gefüttert werden?
Die Art der Heufütterung beeinflusst nicht nur die Verdauung, sondern auch das Verhalten und Wohlbefinden des Pferdes. Vom Boden gefüttertes Heu entspricht der natürlichsten Fresshaltung, birgt jedoch bei Sand- oder Matschböden hygienische Risiken. Eine Heuraufe hält das Heu sauber und stabil und vermeidet Verunreinigungen. Heunetze verlängern die Fresszeit, fördern die Beschäftigung und unterstützen das Prinzip des Slow Feedings – eine sichere Aufhängung ist dabei essenziell.
Gibt es Alternativen zu Heu?
In Zeiten von Heuknappheit oder bei Pferden mit besonderen Bedürfnissen stehen sinnvolle Alternativen zur Verfügung. Heulage ist staubarm und besonders geeignet für Pferde mit Atemwegserkrankungen – allerdings sollte sie nur in bester Qualität gefüttert werden. Heucobs eignen sich hervorragend für ältere Pferde oder Tiere mit Zahnproblemen: Sie sind staubfrei, nährstoffreich und leicht verdaulich. Stroh kann Heu in begrenzten Mengen ergänzen, sollte aber nie als vollständiger Ersatz dienen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.
Pflege & Lagerung von Heu
Heu sollte trocken, luftig und geschützt vor Feuchtigkeit gelagert werden. Feuchtes oder schlecht gelagertes Heu kann Schimmel bilden und ist für Pferde gesundheitsschädlich. Auf eine gute Belüftung und ausreichend Abstand zum Boden achten, um die Qualität langfristig zu erhalten.
Kaufberatung: Das richtige Heu finden
Nach Schnitt & Qualität
Ob erster oder zweiter Schnitt, Wiesen- oder Kräuterheu – die Wahl hängt vom individuellen Bedarf des Pferdes ab. Unsere Experten helfen Dir dabei, das passende Heu für Dein Pferd zu finden.
Nach Kategorie
Bestseller, Neuheiten und Empfehlungen unserer Fütterungsexperten geben Dir einen schnellen Überblick über die besten Optionen in unserem Sortiment.
Häufige Fragen (FAQ) zu Heu für Pferde
Wie erkenne ich schlechtes Heu? Schlechtes Heu riecht muffig oder modrig, ist staubig, enthält Schimmelflecken oder wirkt braun und leblos. Im Zweifel lieber auf eine Heuanalyse setzen.
Wie viel Heu braucht mein Pferd täglich? Als Richtwert gilt 1,5 bis 2 kg pro 100 kg Körpergewicht – also mindestens 9 kg täglich für ein 600 kg schweres Pferd.
Kann ich Heu durch Stroh ersetzen? Stroh kann Heu ergänzen, aber nicht vollständig ersetzen, da es deutlich nährstoffärmer ist und in größeren Mengen zu Verdauungsproblemen führen kann.
Was sind Heucobs und für wen sind sie geeignet? Heucobs sind gepresstes, staubfreies Heu in Würfelform – ideal für ältere Pferde oder Tiere mit Zahnproblemen, die hartes Heu nicht mehr gut kauen können.
Wie sollte Heu gelagert werden? Trocken, luftig und vor Feuchtigkeit geschützt – so bleibt Heu lange haltbar und qualitativ hochwertig.
Infothek & Ratgeber
In unserem Ratgeber findest Du weiterführende Informationen rund um das Thema Heu: von Fütterungsempfehlungen über das Prinzip des Slow Feedings bis hin zu Tipps für die richtige Lagerung. Fachartikel und Studien zur Pferdeernährung ergänzen das Angebot.
Service & Beratung
Du bist unsicher, welches Heu das richtige für Dich ist? Unser Team steht Dir gerne persönlich zur Verfügung. Wir beraten Dich zu Produktauswahl, Lieferung und allen Fragen rund um das Thema Heu.
Meinung, Erfahrung & Sicherheit
Was andere Pferdebesitzer und Stallbetreiber über Heu sagen, liest Du in unseren Kundenbewertungen unter den Produkten und Erfahrungsberichten aus der Praxis.




