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Was ist Mais als Pferdefutter?
Mais ist eine Futterpflanze, die ursprünglich aus Mexiko stammt und im Süden Deutschlands seit dem 16. Jahrhundert angebaut wird. Als Kraftfutter für Pferde zählt er zu den energiereichsten Getreidesorten: Er besitzt den höchsten Kohlenhydratgehalt aller Getreide bei gleichzeitig geringstem Proteingehalt. Diese besondere Nährstoffzusammensetzung macht ihn für bestimmte Pferde und Einsatzbereiche außerordentlich wertvoll.
Was Mais von anderen Getreiden unterscheidet, ist vor allem seine Wirkung auf das Temperament der Pferde. Dank des niedrigen Eiweißgehalts macht er Pferde weniger „hitzig" als etwa Hafer – er liefert also reichlich Energie, ohne die Tiere übermäßig aufzudrehen. Genau das macht ihn heute zu einem der beliebtesten Kraftfuttermittel in der Pferdehaltung.
Warum ist Mais für Pferde sinnvoll?
Mais wird beim Pferd hauptsächlich im Dickdarm verdaut und verstoffwechselt. Das ist ein entscheidender Vorteil: Durch diese verzögerte Verdauung wird Energie nicht auf einmal freigesetzt, sondern gleichmäßig und über einen langen Zeitraum bereitgestellt. Pferde profitieren so von einer kontinuierlichen Energieversorgung, die sie über Stunden trägt – ideal für sogenannte „Steher", also Pferde, die eine ausdauernde und gleichmäßige Leistung erbringen müssen.
Auch schwerfuttrige Pferde, die mit anderen Futtermitteln nur schwer auf ein gesundes Gewicht kommen, reagieren häufig positiv auf Maiscobs. Die sanfte, aber nachhaltige Energielieferung unterstützt den Aufbau ohne Belastung des Verdauungssystems.
Wirtschaftliche Vorteile für Stallbetreiber
Für Reit- und Pensionsbetriebe, Gestüte und Turnierställe bietet Mais durch seinen hohen Energiegehalt ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Da er gezielt dort eingesetzt werden kann, wo hoher Energiebedarf besteht, lässt sich der Einsatz teurerer Spezialfuttermittel häufig reduzieren. Wer größere Mengen abnimmt, sollte eine persönliche Fachberatung in Anspruch nehmen – spezialisierte Experten helfen dabei, die optimale Futterration für den gesamten Bestand zu ermitteln.
Vorteile von Mais auf einen Blick
- Kontinuierliche Energiebereitstellung durch Dickdarmverdauung
- Geringer Proteingehalt – energiereich, aber temperamentschonend
- Gut kombinierbar mit anderen Mischfuttermitteln wie Pellets
- Geeignet für Sportpferde, Zuchtstuten, Hengste und schwerfuttrige Pferde
- Verschiedene Aufbereitungsformen für jeden Bedarf verfügbar
Welche Arten von Mais-Futtermitteln gibt es?
Mais nach Aufbereitungsform
Mais kann in seiner Rohform von Pferden kaum verdaut werden und wird deshalb stets aufbereitet gefüttert. Die Verarbeitung schließt die Stärkekörner auf und macht die Nährstoffe für das Pferd zugänglich. In der Praxis haben sich folgende Methoden bewährt: das Flockieren unter Dampf, das Mikronisieren, das Puffen, das Ankeimen sowie das Aufkochen. Jede dieser Methoden hat ihre eigenen Vorzüge hinsichtlich Verdaulichkeit und Verträglichkeit, weshalb die Wahl der Aufbereitungsform auch vom individuellen Pferd abhängen sollte.
Mais nach Einsatzbereich
Je nach Anforderung gibt es unterschiedliche Produktformen. Maiscobs sind besonders beliebt für Leistungspferde und schwerfuttrige Tiere, da sie kompakt und energiedicht sind. Maisflocken lassen sich einfach in bestehende Futterkonzepte integrieren und werden gut akzeptiert. Als klassisches Kraftfutter wird Mais zudem häufig in Kombination mit anderen Mischfuttermitteln wie Pellets eingesetzt.
Mais nach Pferdetyp
Nicht jedes Pferd hat denselben Energiebedarf – entsprechend variiert auch der sinnvolle Einsatz von Mais. Besonders geeignet ist er für Leistungs- und Sportpferde mit hohem Energiebedarf, für Deckhengste im Deckeinsatz und im Sport, für laktierende und trächtige Stuten in den letzten Trächtigkeitsmonaten sowie für Pferde in der Offenstallhaltung, die im Winter großer Kälte ausgesetzt sind. Auch Pferde, die vorsichtig aufgefüttert werden sollen, profitieren von der sanften Energielieferung durch Mais.
Maiscobs oder Maisflocken – mit oder ohne Zusatz?
Sowohl Maiscobs als auch Maisflocken haben ihre Berechtigung im Fütterungsplan – die Wahl hängt vom Pferd und dem gewünschten Einsatzzweck ab. Maiscobs liefern besonders lang anhaltende Energie und eignen sich hervorragend für Pferde mit dauerhaft hohem Leistungsniveau. Maisflocken hingegen lassen sich flexibel in bestehende Rationen einarbeiten und werden von den meisten Pferden gut angenommen.
Ein einfacher, aber wirkungsvoller Tipp aus der Praxis: Geben Sie der Maisfutterration immer einen kleinen Schluck Futteröl hinzu. Das fördert die Verdauung spürbar und verbessert die Nährstoffverwertung.
Wie viel Mais sollte ein Pferd bekommen?
Bei aller Begeisterung für die Vorzüge von Mais sollte man einen wichtigen Punkt nicht außer Acht lassen: Die Eiweißqualität von Mais ist nicht so hochwertig wie die von Hafer. Mais sollte daher nie als alleiniges Kraftfutter eingesetzt werden, sondern stets als Teil einer ausgewogenen Futterration – ergänzt durch eiweißreiche Komponenten und individuell abgestimmt auf Leistung, Gewicht und Gesundheitszustand des Pferdes. Eine fachkundige Beratung hilft dabei, die richtige Balance zu finden.
Sicherheit & Fütterungsempfehlungen
Mais ist ein wirksames Futtermittel – aber nur, wenn er richtig eingesetzt wird. Roher Mais sollte niemals gefüttert werden, da er für Pferde kaum verdaulich ist und zu ernsthaften Verdauungsproblemen führen kann. Die Einführung ins Futter sollte schrittweise über mindestens ein bis zwei Wochen erfolgen, damit sich die Darmflora langsam anpassen kann. Bei schwerfuttrigen Pferden oder nach Krankheitsphasen ist besondere Vorsicht geboten. Für Stuten in der Trächtigkeit und Laktation empfiehlt sich grundsätzlich die Rücksprache mit dem Tierarzt, bevor Mais in den Futterplan aufgenommen wird.
Material & Produktqualität
Die Qualität von Mais-Pferdefutter hängt maßgeblich von der Verarbeitungsqualität und der Herkunft der Rohware ab. Hochwertige Produkte zeichnen sich durch eine gleichmäßige Körnung, sorgfältige Aufbereitung und klar deklarierte Inhaltsstoffe aus.
Was sollte ich beim Kauf von Mais-Pferdefutter beachten?
Wer Mais ins Fütterungskonzept aufnehmen möchte, sollte einige Punkte vorab klären. Zunächst ist es wichtig, den konkreten Energiebedarf der Pferde zu kennen – dieser unterscheidet sich je nach Leistung, Alter und Haltungsform erheblich. Darüber hinaus spielt die Aufbereitungsform eine Rolle: Nicht jedes Pferd verträgt jede Variante gleich gut. Auch die Lagerung sollte bedacht werden, denn Mais muss trocken, kühl und geschützt vor Schädlingen aufbewahrt werden, um seine Qualität zu erhalten.
Pflege & Lagerung von Maisfutter
Mais sollte stets trocken und luftig gelagert werden. Feuchtigkeit begünstigt Schimmelbildung, und verschimmeltes Futter ist für Pferde gefährlich – es enthält Mykotoxine, die zu schweren Vergiftungen führen können. Offene Säcke sollten zeitnah verbraucht oder luftdicht verschlossen aufbewahrt werden. Regelmäßige Sichtkontrollen des Lagerbestands sind empfehlenswert.
Kaufberatung: Das richtige Maisfutter finden
Nach Preis
Das Angebot an Mais-Pferdefutter ist breit gefächert – vom günstigen Einsteiger-Produkt bis hin zu premium aufbereiteten Spezialmischungen. Günstige Maisflocken in großen Abpackungen eignen sich gut für Betriebe mit vielen Pferden und überschaubarem Budget. Im mittleren Preissegment finden sich bewährte Maiscobs namhafter Hersteller, die ein sehr gutes Verhältnis aus Qualität und Preis bieten. Wer auf Bio-Qualität oder speziell aufbereitete Produkte setzt, greift zur Premiumvariante.
Nach Marke
Die STRÖH Eigenmarke gehört zu den beliebtesten Herstellern. Agrobs gehört ebenfalls zu den bekanntesten Herstellern im Bereich Maiscobs und überzeugt durch konstant hohe Produktqualität. Marstall punktet mit seinen Naturgold Maisflocken, die in der Praxis regelmäßig Topbewertungen erhalten. Bei der Markenwahl sollten neben dem Preis vor allem die Verarbeitungsweise, die Deklaration der Inhaltsstoffe und die Erfahrungsberichte anderer Pferdehalter als Orientierung dienen.
Nach Kategorie
Bestseller sind in der Regel gedämpfte Maisflocken und klassische Maiscobs, da sie sich flexibel einsetzen lassen. Für individuelle Empfehlungen – abgestimmt auf den eigenen Pferdebestand – lohnt sich die Beratung durch Fütterungsexperten.
Häufige Fragen (FAQ) zu Mais als Pferdefutter
Kann ich Mais roh füttern? Nein. Roher Mais ist für Pferde kaum verdaulich und kann zu Verdauungsproblemen führen. Er sollte stets in aufbereiteter Form – geflockert, gepufft oder mikronisiert – gefüttert werden.
Für welche Pferde ist Mais besonders geeignet? Mais eignet sich besonders für Leistungspferde mit hohem Energiebedarf, Deckhengste, laktierende und trächtige Stuten sowie Pferde in der Offenstallhaltung im Winter. Auch schwerfuttrige Pferde profitieren häufig von einer gezielten Maisfütterung.
Macht Mais Pferde hitzig? Weniger als viele andere Getreide. Dank des geringen Proteingehalts gilt Mais als energiereich, aber vergleichsweise ruhig in seiner Wirkung auf das Temperament.
Wie führe ich Mais ins Futter ein? Schrittweise, über mindestens ein bis zwei Wochen, damit sich die Darmflora in Ruhe anpassen kann. Keine abrupten Futterumstellungen.
Infothek & Ratgeber
Wer tiefer in das Thema Maisfütterung einsteigen möchte, findet in unserer Infothek weiterführende Artikel und Praxistipps: von Fütterungsempfehlungen für Sportpferde über den Vergleich verschiedener Energiefuttermittel bis hin zu Hintergrundinformationen zur Dickdarmverdauung beim Pferd.
Service & Beratung
Du bist unsicher, welches Mais das richtige für Dich ist? Unser Team steht Dir gerne persönlich zur Verfügung. Wir beraten Dich zu Produktauswahl, Lieferung und allen Fragen rund um das Thema Mais.
Meinung, Erfahrung & Sicherheit
Was andere Pferdebesitzer und Stallbetreiber über Mais sagen, liest Du in unseren Kundenbewertungen unter den Produkten und Erfahrungsberichten aus der Praxis.




